5 Tipps -Mehr Mut im Alltag fuer deinen Sohn

5 Tipps zu weniger Angst, mehr Mut und wie du deinen Sohn unterstützen kannst

Hilfe, mein Sohn ist ein Angsthase, er traut sich nichts zu und hat keine Freunde.

Das höre ich häufig von besorgten Eltern. Klar, wer will schon, dass sein Sohn Angst hat. 

 

Dennoch, Angst ist wichtig. Die verschiedenen Gründe werden wir gleich näher beleuchten. Einer der wichtigsten Gründe ist: Angst ist die Voraussetzung für Mut.

 

Und die meisten Eltern wünschen sich mutige Söhne. Lass uns das mal genauer betrachten, um den Gesamtkontext zu verstehen. Damit du deinen Sohn noch besser unterstützen kannst.

 

In den Vater&Sohn Urlaubs Camps reden wir häufig über Mut.

Es ist ein Thema, das gerade für Jungs sehr wichtig ist.

So gut wie jeder Junge will als groß, stark und vor allem mutig angesehen werden.

Bei diesem Wunsch sind sie nicht alleine: einer Schweizer Studie von 2018 zum Thema Mut zufolge, bewerten es über drei Viertel der Befragten als positiv, wenn sie von anderen als mutig gesehen werden.

Vor allem jüngere Menschen. Fast gleich viele, 75%, wünschen sich in einigen Lebensbereichen mehr Mut. 

 

Mut ist ein wichtiger Antreiber und ein starker Selbstwert Booster.

Vor allem, wenn andere einen als mutig bezeichnen.

Grund genug mal genauer hinzusehen.

 

Der große Mut-Mythos

 

In der gängigen Meinung ist Mut meist der Gegenspieler von Angst. 

Das ist ein großer Irrtum!

Warum? Um mutig zu sein, braucht es Angst, also ist Angst eine Bedingung für Mut.


Starke Angebote für mehr Mut im Alltag deines Sohnes


 

 

Ein Beispiel: wenn dein Sohn sich vor Dunkelheit fürchtet, braucht er Mut, um einen dunklen Raum zu betreten. Wenn er diese Angst nicht kennt, geht er einfach in den Raum. Wenn ein Mensch Flugangst hat, braucht er Mut, um ins Flugzeug zu steigen. Wer das nicht kennt steigt einfach ein. Mut ist also auch eine unangenehme, ängstigende Situation bewusst überwinden. So eine Situation bewältigt zu haben, mutig gewesen zu sein, stärkt den Selbstwert. 



 

Erst Angst – dann Mut

 

Also ist es gut, Angst zu haben.

Wofür ist Angst noch gut?

Sie beschützt uns vor ungesundem oder gar lebensgefährlichen Handlungen. Sie sorgt für unser Überleben. Ich erlebe immer wieder Jungs, die so gut wie keine Angst kennen. Die Steigerung von Mut ist Leichtsinn. Und leichtsinnige Menschen begeben sich oft in Gefahren, derer Konsequenzen sie nicht wirklich bewusst sind. 

 

Angst ist auch ein nützlicher innerer Antreiber.

Erstarren, fliehen oder angreifen sind die intrinsisch gesteuerten Hauptoptionen.

(“freeze, flight or fight” nach Jeffrey Alan Gray).

Vor allem angreifen, oder vielleicht besser, ins Tun kommen, agieren oder einfach handeln sorgen für Bewegung und Entwicklung. Dafür braucht es Mut.

 

 

Angst und Mut sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausgeprägt

So wie Angst bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt ist, ist auch Mut sehr individuell von Mensch zu Mensch, von Junge zu Junge unterschiedlich. 

 

Es hängt, neben bestimmten genetischen Voraussetzungen von der persönlichen Bewertung der Situation, seiner bisherigen Erfahrungen mit ähnlichen Situationen und nicht zuletzt, vom Einfluss seiner Umwelt, insbesondere seiner Eltern ab. 

 

Es gibt kein Kind, dass mit einer Spinnenangst auf die Welt kommt. Wenn aber das Kind laufend sieht, dass die Mutter beim Anblick einer Spinne laut schreiend nach dem Vater ruft, kann es durchaus sein, dass auch das Kind Angst vor Spinnen entwickelt.

 

Ähnlich verhält es sich bei persönlichen Erfahrungen, die ein Kind oder ein Jugendlicher macht. Wenn es in der Schule immer wieder ausgelacht wird, weil die Antwort auf die Frage des Lehrers nicht richtig ist, wird es lernen das es besser ist nicht aufzuzeigen.

Es können ungute Gefühle wie Unsicherheit oder eben (Selbst) Zweifel entstehen.

Und das nagt an seinem Selbstwert Gefühl. 

 

Es ist notwendig, sich der Ängste zu stellen.

Erst wenn dein Sohn die Erfahrung macht, dass ängstigende Situationen gut ausgehen, kann er mutig seine Angst überwinden. Dafür braucht es aber noch eine zusätzliche, sehr wichtige Kraft.

 

 


„Wenn die Sehnsucht größer als die Angst ist, wird Mut geboren. Ohne Sehnsucht machen wir uns nicht auf den Weg.“ - Rainer Maria Rilke


 

 

Die dritte Kraft zum Selbstwertbooster

 

Damit dein Sohn seine Angst überwindet und mutig Dinge tut, die er vielleicht noch nie getan hat, braucht es noch eine weitere Kraft in ihm:

Rilke nennt es Sehnsucht, andere Motivation, Lust oder Drang.

Ich mag den Begriff Neugierde.

Fakt ist, es braucht einen dieser inneren Antreiber, diese intrinsischen Motive, um mutig zu sein und seine Angst zu überwinden. Wenn uns etwas wichtig genug ist, dann überwinden wir auch unerwünschte Hindernisse, Zweifel, Unsicherheiten und eben auch Ängste. 

 

Man kann auch sagen: das ist der Schritt hinaus aus der Komfortzone, dorthin wo Entwicklung passiert. Dort ist aber auch vieles anders, ungewohnt und vielleicht sogar gefährlich.

 

Auch das muss von innen heraus passieren. Mut gepaart mit Neugierde, Lust oder Sehnsucht besiegt die Angst. Das unterstützt uns, über uns hinauszuwachsen.

Das ist der volle Selbstwert-Steigerungs-Booster-Cocktail. 

 

Also fassen wir den Selbstwertbooster Mut mal zusammen

 

1.     Um mutig zu sein braucht es erstmal die Angst. Auch deshalb ist Angst gut.

2.     In Angstsituationen gibt es 3 Handlingsoptionen: fliehen, erstarren und angreifen.

3.     Angreifen, oder besser ins Tun kommen, es auszuprobieren, befindet sich außerhalb der Komfortzone. 

4.     Um ins Tun zu kommen braucht es wiederum Antreiber wie Neugierde, Lust, Sehnsucht oder Drang.

 

"Wie kann ich meinen Sohn dabei unterstützen mutiger zu sein?"

 

Hier die 5 Tipps, wie dein Sohn mutiger wird und seinen Selbstwert steigert.

 

1.     Ermuntere deinen Sohn Dinge zu tun, die er noch nie getan hat. 

 

Wichtig ist, sie müssen schwierig sein, aber er soll sie erreichen können. Im Männers Programm „Helden der Berge“ z.B., die weltweit einzige Heldenreise für Vater&Sohn, ist das ein wichtiger Bestandteil.

Tag für Tag wird die Komfortzone der Väter&Söhne ein wenig erweitert, täglich stehen die Teilnehmer vor scheinbar unlösbaren Aufgaben.

 

Das Gefühl, es dann doch geschafft zu haben, die Aufgabe gelöst zu haben, erweitert den Horizont und macht sie stolz. Das wiederum steigert ihren Selbstwert und das Vertrauen in ihre Fähigkeiten, das Selbstvertrauen.

Auch beim Abenteuer "Lauter starke Jungs" geht es darum, das Selbstvertrauen der Söhne zu stärken.

 

Hilf deinem Sohn kleine Dinge zu tun, die er noch nie gemacht hat. Damit erweitert er Stück für Stück seine Komfortzone.

 

2.     Der Nutzen, es zu tun.

Jeder von uns strebt nach seinem persönlichen Nutzen. Wir wollen, dass es uns besser geht, wir glücklicher sind. Dafür treffen wir Entscheidungen, jeden Tag. Laut aktueller Hirnforschung entscheiden wir uns täglich ca. 20.000 Mal. Logisch, meist unbewusst auf der Basis vorheriger Entscheidungen und Erfahrungen. 

 

Einen neuen, statt einen bekannten Weg zu wählen, etwas anders machen als die Zeit zuvor, sind mutige Entscheidungen. Es könnte ja etwas schief laufen. Ermutige deinen Sohn kleine Dinge anders zu machen. Erläutere ihm was es ihm bringt, warum es Sinn macht und hilf ihm am Anfang neues zu tun. Es zu schaffen wird ihn enorm stärken.

3.     Ins Tun kommen

Hilf deinem Sohn dabei, seine eigene Challenge zu finden. Etwas, worauf er Bock hat. Etwas das ihn und seinen Ehrgeiz triggert. Etwas wofür es sich lohnt aufzustehen und loszulegen. 

 

In den BoysUp-Jungen Coachings, vor allem auch wenn es darum geht, den Jungen dabei zu unterstützen sein Selbstwertgefühl oder Selbstvertrauen aufzubauen, nutze ich das 5 Punkte „Get Up Morgen-Ritual“. Es ist ein Ritual mit 5 einfachen Punkten, die das Selbstvertrauen durch tägliches Verlassen der Komfortzone stärkt.

Die Erfolgsquote liegt bei nahezu 100%, weil es eine spannende Challenge ist.

(Schreib mir hier eine kurze Mail und ich schicke sie dir zu.) Anton@Maenners.com

 

4.     Täglich ein wenig mehr

Damit der Mutmuskel wächst und dein Sohn mutig neue und spannende Wege gehen kann, ist es nötig ihn möglichst oft zu trainieren. Wenn möglich täglich. Dafür muss er jetzt nicht täglich seien Komfortzone verlassen. Das würde ja bedeuten, täglich im Unbekannten zu sein und das führt zu Stress. Es reicht sie ein wenig zu strecken, zu dehnen oder eine Delle reinzuhauen.

 

5.    Durch Kleinigkeiten großes bewirken

Überlege zusammen mit deinem Sohn, welche Kleinigkeiten, außerhalb seiner Routine, er anders machen kann. Ein Punkt auf der „Get Up“ Morgen Ritual Liste ist, ein paar Liegestütze täglich zu machen. Das ist jetzt nicht wirklich mit Angst verbunden, zumindest in der Regel, aber es geht an die Komfortzone. Und es stärkt das Selbstwertgefühl, auch weil dein Sohn etwas für sich macht, das ihm gut tut. Wenn er es durchzieht, wird er auch an seinem Körper Veränderungen bemerken, fühlt sich wohler in seiner Haut und gewinnt so an Selbstwert.

 

Dr. Allan Weiss, ein amerikanischer Businesscoach sagt:

 

"Wenn du täglich um 1% produktiver bist, hast du deine Produktivität nach 70 Tagen verdoppelt."

 

Stimmt, einfach mal den Zinseszinseffekt nutzen. Was wäre, wenn dein Sohn (oder du) diese Regel auf sein Mutverhalten anwendet? Wo wäre er dann in 70 Tagen, oder gar einem Jahr.

Wie selbstbewusst wäre er, wieviel Selbstvertrauen hätte er?

Wenn du Fragen hast, melde dich.

Wie gesagt, das Selbstwert stärkende Poster „Get Up Ritual“ für starke Jungs schicke ich dir kostenfrei zu. Sende mir dazu einfach eine Mail an Anton@Maenners.com. Bitte schreib kurz rein, wann dein Sohn geboren ist. Das Alter entscheidet auch über die Art der Selbstwert steigernden Übungen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0